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Mühlen & Erdpyramiden

Mühlen & Erdpyramiden


Mühlen
Bis zur Erschließung des Dorfes mit Straßen (1961 von Vintl und 1975 von Bruneck) wurde in Terenten viel Korn angebaut. Der Ort versorgte sich fast ausschließlich von eigenen Produkten. Jahrhunderte lang war der Ort auf sich selbst gestellt. Die Bauern und Handwerker sorgten für Nahrung und Kleidung. Ab dem Jahr 1629 werden in Taufurkunden der Terner Pfarrei immer häufiger molitores (Müller), textores (Weber), ferrarii (Schmiede) und andere erwähnt.
In der Tat, um die Ernährung von Mensch und Vieh sicherzustellen, wurden Roggen, Weizen, Hafer, Gerste und Buchweizen angebaut. Dazu kamen Erbsen, Kartoffeln und Kohl, Rüben, Mohn und Flachs.
An den Bächen herrschte rege Betriebsamkeit. Es gab Stampfen und Mühlen, Schmiedewerkstätten, wassergetriebene Sägewerke, den Rader und den Weber.
Nach der Erschließung des Ortes mit Zufahrtsstraßen wurde es still an den Terner Bächen, nur vereinzelt kann man das Klappern der alten Mühlen noch hören.
So hat die Gemeinde und der Tourismusverein Terenten die Sanierung von 6 Mühlen und die Gestaltung des Terner Mühlen-Lehrpfades in Angriff genommen. Damit soll auch noch den nächsten Generationen ein Zeugnis von Mühe und Fleiß unserer Vorfahren erhalten bleiben.



Besichtigung einer Mühle in Betrieb während des Sommers
Jeden Montag vom 31. Mai bis zum 11. Oktober 2010 von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr kann man kostenlos eine Mühle in Betrieb besichtigen. Und in der Schmelzpfandlwoche - 15. Oktober bis 24. Oktober jeden Tag von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr


Die Erdpyramiden von Terenten
Die Entstehung der Terner Erdpyramiden geht wahrscheinlich auf das Jahr 1837 zurück. Als Folge eines heftigen Unwetters, riß der Terner Bach 3 Wohnhäuser, 16 Mühlen, 13 Stampfen, eine Schmiede und eine Säge mit sich fort. 13 Menschen kamen dabei zu Tode. Damals kam es wahrscheinlich zum Anbruch des Hanges. Die Erosion hat in den darauf folgenden Jahrzehnten auf zwei unterschiedliche Schuttmassen eingewirkt: aus dem Material mit Steinblöcken durchsetzt, formten sich die klassischen Erdpyramiden; aus dem Material, das kaum Steine enthält, bildeten sich nur Grate und Rippen.

Die Entstehung von Erdpyramiden
In Südtirol finden wir an mehreren Orten sog. Erdpyramiden, beispielsweise am Ritten und bei Percha. Das Material der Erdpyramiden besteht aus eiszeitlichem Ablagerungsschutt, der hier in mehreren Schichten vorliegt. Die unterste Schicht ist hellgrau, mit grobkörnigem Granitmaterial und ziemlich abgerundeten Steinen durchsetzt. Die darüberliegende Schicht ist dunkler, sie enthält keine größeren Steine. Die Säulen, Türmchen und Grate werden durch die Erosion (Regen, Schneeschmelze) aus dem Material herausgewaschen, vorausgesetzt ein Deckstein verhindert die Abtragung der dabei entstehenden, vielfältigen Formen der Erdpyramiden. Rutscht der Deckstein ab, ist die Pyramide dem langsamen Untergang ausgeliefert. Gleichzeitig entstehen jedoch in höheren Lagen neue Pyramidenformen. In Terenten ist der ständige Zyklus des Werdens und Vergehens fast ganz unterbrochen worden, da durch die Verbauung der Bachsohle, die talseitige Erosion unterbunden wurde.

Wanderung zu den Mühlen und Erdpyramiden
Ausgangspunkt: Parkplatz, Zentrum Terenten
Höhenunterschied: 230 Meter
Markierung: x
Wegverlauf/Rundweg
Gesamt Gehzeit 1 ¼ Stunde

Von Terenten-Dorfparkplatz – folgt man der Markierung mit dem Mühlrad . Man überquert zuerst die Hauptstrasse und geht auf dem Gehsteig entweder nach rechts, entlang der Hauptstrasse zum Feuerwehrhaus hinauf und folgt von dort dem Flitschweg und gelangt so (ca 45 Minuten) direkt zum oberen Bereich der Mühlen. Oder man wählt die linke Richtung und geht zuerst leicht abwärts bis zur alten Schiede und folgt dort dem Terner Bach aufwärts. Dieser Rundweg führt auch direkt an den Erdpyramiden vorbei.


Kontaktformular
Touristik Information
St. Georgs-Strasse 1
I-39030 Terenten
Tel. +39 0472 546140
MwSt.-Nr. 00489450213
info@terenten.com