Terenten an der Pustertaler Sonnenstraße
Land & Leute kennen lernen
Terenten wird als
Sonnendorf bezeichnet. Nachweislich hat Terenten die längste Sonneneinstrahlung Südtirols. Die Sonne scheint im Winter von 8 bis 4 Uhr und im Sommer von 4 bis 8 Uhr - man sagt daher, “die Sonne geht in Terenten nie unter“.
Tradition & Kultur
Aber Terenten hat nicht nur viel Sonne zu bieten, auch kulturell ist einiges los. Hier, wo der
Bauernfleiß die Landschaft pflegt, hält man gern fest am
Althergebrachten, an Bräuchen und Traditionen. Prozessionen, Platzkonzerte, Feuerwehr- und Musikfeste, Kirchtag und Almabtrieb... alles Gelegenheiten teilzuhaben am lebendigen Brauchtum.
In Terenten werden heute noch folgende
Prozessionen abgehalten:
- Am St. Georgstag, Kirchenpatrozinium
- 1. Mai - Kreuzgang nach Margen
- Fronleichnamsprozession
- Am Herz-Jesu-Sonntag
- Am Maria Namen Sonntag „Birnsonntag“
- Erntedankprozession am zweiten Sonntag im Oktober
- An den Bittagen pilgert man nach St. Zeno.
Bei Prozessionen werden Fahnen, Wimpel, Statuen, „Pölster“ u. ä. mitgetragen; Musikkapelle, Feuerwehr, Schützen, Kirchenchor begleiten den Zug, Männer tragen den „Himmel“, unter dem der Geistliche das Allerheiligste durch die Fluren trägt. In Terenten werden die Evangelien in der Sportzone gelesen und der Wettersegen „ausgeteilt“. Bei Bitt- und Umgängen wird das Vorbeterkreuz vorausgetragen.
Geschichte
Um die Jahre 800 bis 1000 n.Chr. wurde auf diesem Mittelgebirge von den Bajuwaren stark gerodet und kultiviert, aus dieser Zeit stammt auch ein Großteil der vielen Einzelhofsiedlungen. Das von bäuerlicher Arbeit geprägte Landschaftsbild hat sich kaum verändert.
Bevölkerung
Das Terner Gemeindegebiet umfasst 4.252 ha mit den Ortsteilen Margen, Talson, Pein, Sonnenberg, Ast, Schneeberg und Pichlern. Der Ort zählt
1.700 Einwohner. Von den
460 Familien betreiben 120 eine
Landwirtschaft, 60 betreiben eine
Vermietertätigkeit mit einer Kapazität von 1300 Betten.
Wirtschaft
Terenten hat sich von einer kleinen, bäuerlich geprägten Berggemeinde zu einem aufstrebenden, wirtschaftlich starken Dorf entwickelt, in dem
Landwirtschaft, Tourismus, Handwerk und Dienstleistungssektor die tragenden Säulen der Wirtschaft sind.